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Traumpfade Nordseeinseln - Borkum

Nordseeinsel Borkum

Borkum ist die westlichste Ostfriesen-Insel, die zu Deutschland gehört. Mit ihren rund 36 km² Fläche ist sie auch die größte der Ostfriesischen Inseln und liegt in der Nordsee.

Neben Helgoland ist Borkum die einzige Insel mit Hochseeklima, was der Gesundheit sehr zu Gute kommt

Ein alter Matrosenreim besagt: un kamen wir nach Börkem, da stekens uns mit Förken!

Die ersten Badegäste kamen erst ab 1830 nach Borkum. Es waren mutige Menschen, denn die Seefahrt betrug teilweise 18 Stunden! Seit 1850 ist Borkum ein Bad, dennoch kamen nur wenige Hundert jedes Jahr hierher.

Heute kommen Jahr für Jahr mehr als 160.000 Gäste nach Borkum, die von den 6.000 Einwohnern freudig begrüßt werden. Ein Familienbad mit Hochseeklima sagt man, mit vielen breiten Sandstränden und wunderschönen Wanderwegen durch die Dünenlandschaften, denn auf Borkum gibt es 120 km Wander- und Fahrradwege.

Die Inenstadt von Borkum ist so gut wie autofrei. Es lohnt sich also nicht, den Wagen mitzunehmen. Parkplätze sind rar und teuer, also lieber gleich das Auto in Emden stehen lassen. Von da aus geht es mit der Fähre in 2 - 2,5 Stunden nach Borkum.

Im Hafen angekommen, fährt die Inselbahn zum "Hauptbahnhof". In den Sommermonaten kann man auch mit dem Katamaran in einer Stunde nach Borkum fahren, sofern das Wetter es zu lässt, denn ab einer gewissen Windstärke fährt der Katamaran nicht. Das ist auch ein Grund, warum man sich erst in Borkum den Fahrschein für den Katamaran kaufen kann. Der Aufpreis zur normalen Fähre kostet 8 € (Stand Oktober 2006) und man zahlt vor Abfahrt.


Das Wetter auf Borkum ist immer gut. Regen, Sonne, Wolken wechseln sich ab. Scheint morgens die Sonne, kann es mittags regnen und nachmittags weht vielleicht nur ein laues Lüftchen.

Im Westen Borkums liegt die Seehundbank "Hohes Riff". Bei guter Sicht und guten Augen sind die Seehunde vom Strand aus als kleine Pünktchen auszumachen. Im Sommer fahren Boote rund ums Riff, es gibt Wattwanderungen bis zu einer gewissen Stelle. Von da aus kann man die Seehunde mit dem Fernglas beobachten. Die Seehunde stehen unter strengem Schutz und dürfen nicht gestört werden.

Wattwanderungen sollten nie alleine gemacht werden. Zu schnell schlägt das Wetter um, zu schnell kann das Hochwasser kommen.

Neben den Seehunden gibt es viele Vogelarten hier auf Borkum. Wichtige Brut- und Rastgebiete bieten die Salzwiesen und Wattgebiete. Im Spätsommer und Herbst machen riesige Vogelschwärme auf ihrem Weg von Sibirien nach Afika hier auf Borkum Rast um sich vor dem Weiterflug die nötigen Fettreserven anzufressen.

Zu den weiteren Wahrzeichen Borkums gehören auch die von weither sichtbaren Kaapen, die in früherer Zeit Navigationshilfen waren. Sie waren aus Holz gebaut und damit leicht versetzbar. Erst seit 1870 wurden sie aus Stein gebaut und heute besitzen die Kaapen nur noch symbolischen Wert.

Auf Borkum gibt es ein Aquarium, das bietet einen Einblick in die heimische Unterwasserwelt. Haie und andere exotische Tiere sucht man hier vergebens

Fähr man mit dem Fahrrad einmal um die ganze Insel, dann sind es knapp über 20 Kilometer. Mit vielen Pausen ist das auch für Kinder machbar.

Um an die Ostspitze Hoge Hören zu gelangen, muss man die Fahrräder abstellen und 3 Kilometer durch die Salzwiesen und später durch das Watt wandern. Und natürlich dann auch die 3 Kilometer wieder zurückwandern.

Hoge Hörn ist die östlichste Stelle von Borkum und ein Naturschutzgebiet. Da Hoge Hörn bei Hochwasser überschwemmt ist, sollte man genau wissen, wann der beste Zeitpunkt zur Wanderung ist, nämlich bei Niedrigwasser.

Borkum ist eine Reise wert!

Hier gibt es einen Reisebericht:
Reisebericht aus Borkum!


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Video: Helgoland

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