Traumpfade Lissabon

Die Hauptstadt von Portugal erkunden.

Lissabon wurde auf sieben Hügeln gebaut und ist ungefähr 84 km² groß, das heißt, man kann sie wirklich nicht in kürzester Zeit erkunden. Malerisch am Tejo ist die Hauptstadt von Portugal gelegen, der hier in den Atlantik mündet.
Wir waren zweimal dort, einmal im Winter und einmal im Sommer.

Auch im Winter sind die Temperaturen ganz angenehm. Wir hatten im Dezember immer so um die 15° C, manchmal war es auch wärmer.

Es gibt viel anzuschauen. Um sich einen Überblick zu verschaffen, kann man sich auch einfach in eine Straßenbahn setzen und bis zur Endstation fahren. 

Wer einige Tage in Lissabon verbringt, der sollte sich eine Dauerkarte kaufen.  Diese  bekommt man in der Metro-Station zu verschiedenen Tarifen, je nach Dauer des gewünschten Geltungszeitraums.

Ein besonderes Vergnügen ist es mit den alten Elevadores zu fahren. Sie sind ein Überbleibsel aus dem späten 19. Jahrhundert. Es gibt 3, die wie Seilbahnen funktionieren und einen Aufzug:

Elevador da Bica, eine Standseilbahn von 1892, sie fährt von der Rua da Boavista zur Calcada do Combro. Eine wirklich interessante Fahrt, die nur wenige Minuten dauert,  aber an den alten steil am Hang liegenden Häusern aus dem 17. Jh. vorbeiführt.
Elevador da Gloria fährt von der Avenida da Liberdade zur Calcada da Gloria
Elevador da Lavra fährt beim Campo Martires da Patria
Elevador de Santa Justa ist ein richtiger Aufzug, der von der Rua do Ouro 32 m hoch hinauf nach Chiado in die Oberstadt fährt. Dieser eiserne Fahrstuhl wurde 1901 in Betrieb genommen. Von hier aus  hat man einen schönen Blick auf den Stadtteil Baixa.

Es gibt einige schöne Plätze in Lissabon:
Station Restauradores, ein schöner großer Platz. In der Mitte steht das Monument Monumento dos Restauradores de Portugal. Dieses 30 m hohe Denkmal wurde 1882 eingeweiht. Nur wenige Schritte weiter liegt das Hard Rock Cafe.

Praca do Comercio, ein großer Platz mit einem Denkmal vom Känig José I, der hoch auf einem Pferd sitzt,  umrahmt von herrschaftlichen Gebäuden mit Arkadengängen. Die Einheimischen sagen Terreiro do Paco (Palastplatz), da bis zum Erdbeben von 1755 der Königspalast hier stand. 

An der Nordseite steht der schöne Triumphbogen Arco do Triunfo. Von hier aus erreicht man die Rua Augusta.

Rossioplatz, der eigentlich Praca Dom Pedro heißt. Mitten auf dem Platz steht ein Reiterdenkmal des Königs Pedro IV.

Unbedingt das Kloster Sao Vincente de Fora besuchen. Über 70 Stufen erreicht man von innen den Glockenturm mit einer super Aussicht.

Ein  Ausflug zur Statue Christo Rei darf bei einem Besuch Lissabons nicht fehlen. Mit der Fähre vom Cais de Sodre setzt man über den Tejo nach Cacilhas. Von der Fähre hat man einen guten Blick auf die Brücke des 25. April. In Cacilhas steigt man in den Bus 101 bis zur Statue Christo Rei, 28 m hoch auf einem 82 m hohen Betonsockel. Mit dem Fahrstuhl kann man im Innern der Statue hochfahren und von oben den fantastischen Blick über den Tejo auf Lissabon genießen.

Das Castelo de Sao Jorge, ein früheres Kastell der Römer liegt auf dem höchsten Punkt Lissabons mit schönen Parkanlagen und einer begehbaren Burgmauer mit 10 Türmen.

Die älteste Kirche Lissabons ist die Kathedrale Se, sie stammt aus dem 12. Jh. und wurde schon mehrmals wieder aufgebaut, da sie bei verschiedenen Erdbeben einstürzte.

Unterhalb der Kathedrale Se liegt die kleine Kirche des hl. Antonius von Padua. Er wurde 1195 hier geboren.

Sehr sehenswert ist die Basilika Estrela aus dem 18. Jahrhundert mit einer riesigen begehbaren Kuppel aus Stein. Gegenüber der Kirche befindet sich der Park Jardim de Estrela mit einem Kinderspielplatz.

Viel Zeit kann man im Kloster Hieronymus verbringen. In der Nähe am Ufer des Tejo steht das Denkmal der Denkmal der Entdeckungen (Pradao dos Descobrimentos), welches zum 500. Todestag von Heinrich dem Seefahrer errichtet wurde.

Wer das Wahrzeichen von Lissabon mal von der Flussseite sehen möchte, der bucht eine Tejo-Rundfahrt, Start am Cais de Sodre mit einem 40 minütigem Aufenthalt am Torre de Belem. Im Sommer eine sehr angenehme Tour. Im Winter verkehren die Schiffe nicht.

Als letztes möchte ich noch den Park der Nationen empfehlen. Mit der Metro fährt man bis zum Bahnhof Oriente und befindet sich im ultramodernen Bahnhof von Lissbon.
Überquert man die Straße befindet man sich schon auf dem ehemaligen Expogelände. Es gibt etliches zu sehen und zu erleben: Futuristische Gebäude, Ausstellungen, Parkanlagen, der Vasco de Gama Turm, die Brücke Ponte Vasco de Gama, Spaziergang entlang des Tejo, eine Gondelfahrt und natürlich der Besuch des Ozenariums, ein Erlebnis der Unterwasserwelt auf 2 Etagen. 15000 Lebewesen sind in verschiedenen Becken untergebracht. Die Technik und Ausstattung ist genial. Ein Vergnügen für Groß und Klein.

Das waren meine Tipps für Lissabon, es gibt ganz sicher noch viel mehr zu sehen. Man sollte jedoch bei allen Besichtigungen nicht vergessen, sich einfach mal in das Gewirr der kleinen Gässchen zu stürzen, oder sich in ein kleines Straßencafé zu setzen und das Treiben um einen herum zu beobachten. Vielleicht kommt man ja auch mal mit einem echten Lissabonner ins Gespräch.

Hier gibt es zwei Reiseberichte von Lissabon:

Lissabon über den Jahreswechsel

Mit dem Motorrad durch Lissabon