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Last updateFr, 19 Mai 2017 10am

Traumpfade Autofahrt nach Antofagasta

Mit dem Auto von Santiago de Chile nach Antofagasta

Rund 1.400 Kilometer lang ist die Strecke von Santiago de Chile nach Antofagasta. Viele meinen, die Strecke sei lang und langweilig. Klar, man fährt manchmal stundenlang über die Straßen ohne jemanden zu treffen, es geht durch Wüsten, über Pässe, durch Baustellen, am Meer entlang, durch kleine Ortschaften.

Ganz oft gab es keine Verbindung mit dem Navi oder Handy. Man findet aber durchaus einige nette Stellen, wo es sich lohnt, die Reise zu unterbrechen.

Die erste Teilstrecke sollte bis Ovalle gehen, das sind 368 Kilometer. Unterwegs gibt es viele Zahlstellen.

Bei Los Mollos kann man einen kleinern Abstecher zum Pazifik machen. Ein beschaulicher Ort und es ist einfach nichts los, aber man sieht Kormorane, kann Fischer beobachten und mit viel Glück bekommt man eine Cola.

In Ovalle kann ich das Hostal Ovalle Suite empfehlen. Es ist eine kleine nette Unterkunft.

Ungefähr anderthalb Stunden beträgt die 75 km lange Autofahrt von Ovalle zum Nationalpark Fray Jorge. Dieser Nebelwald lohnt in jedem Fall einen Stopp. Der Eintritt kostet 2.500 Peso, man bekommt eine Karte und viele Informationen. Über Sandpisten fährt man bis zu einem Parkplatz, ab hier geht ein kleiner aber schöner Rundwanderweg für den man ungefähr eine Stunde braucht.

Über die Panamericana geht es weiter in den Norden. Wir machten einen Stopp in Tongoy, allerdings sah man dort die Auswirkungen des letzten Tsunamis. Weiter geht die Fahrt, die Ecke rund um Coquimbo und La Serena ist ätzend, viel Verkehr, viele Baustellen, etliche Pässe, die man bezwingen muss. Gerne wären wir 120 km nördlich von La Serena zur Isla Damas abgebogen. Dort kann man Humboldt Pinguine, Tümmler, Wale und viele Seevögel beobachten.

Unser Übernachtungsstopp ist im netten Hotel Esmeralda in Vallenar. Vallenar gefällt uns, alles ist weihnachtlich geschmückt. Die vegetarischen Burger sind super lecker mit Guacomole, Bohnen, Eiweiß und Tomaten, die sollte man unbedingt mal probieren.

Fährt man weiter in den Norden so hat man die Möglichkeit a) über die Panamericana zu fahren, oder b) die kleine Küstenstraße Circuito Costera – Ruta del Desierto

Diese Küstenstraße ist mittlerweile geteert und keine Sandpiste mehr, wie im Reiseführer steht. Huasco, ein kleiner Küstenort am Pazifik lohnt ein kleiner Stopp, viele Pelikane stürzen sich nahe dem Leuchtturm in die Fluten, ein malerischer Anblick.

Der Weg ist nun einsam, es gibt kaum Verkehr, keine Tankstellen oder Kioske, aber Steinwüste, Geröllwüste, Sandwüste und Kakteenwüste. Wenn man Glück hat sieht man Vicunjas, Jotes, Füchse und Eulen.

Nach 5 Stunden Fahrt erreicht man den Ort Puerto Viejo, nur 6 Kilometer von der Küstenstraße entfernt. Eine kleine Verschnaufpause am Meer und weiter geht die Fahrt, bis Caldera sind es noch 50 Kilometer, dann muss man auf der Panamericana (Ruta 5) weiterfahren. In dieser Gegend funktioniert kein Navigationsgerät und kein Handy!

In Chanaral haben wir unseren 3. Übernachstungsstopp gebucht. Durch den Tsunami, der auch diesen Ort böse erwischt hat, ist der halbe Ort zerstört. Wir hatten Glück unser Hostal Chanaral hat nichts abbekommen. Es gibt aber kaum Lokale, die geöffnet haben, es gibt kein Internet und natürlich auch keinen funktionierenden Bankautomaten. Eine gewisse Summe an Bargeld sollte man immer bei sich haben.

28 Kilometer von Chanaral entfernt, befindet sich der Nationalpark Pan de Azucar (Eintritt 5.000 CLP pro Person)

Hier findet man schöne Sandstrände, eine Vielfalt an Kakteen, eine kleine Fischersiedlung, man kann wandern oder Mountain-Biken. Leider war auch hier der unbefestigte Weg durch den ca. 44.000 qm großen Nationalpark gesperrt, so dass man nicht mit dem Auto durchfahren konnte.

Auf der letzten Etappe nach Antofagasta machten wir den ersten Stop in Taltal, hier konnten wir tanken, Geld abheben, bekamen Zugang zum Internet, wunderbar wir sind wieder in der Zivisilation.

Von Taltal nahmen wir wieder die Küstenstraße 1, wieder gibt es kaum Verkehr und natürlich auch kein Netz. Irgendwann führt die Straße hoch in die Berge bis auf 2.500 Meter. Nun treffen wir wieder LKWs, die sich hinaufschnaufen, es gibt Minen, die Kupfer und Silber abbauen.

Die letzten Kilometer fährt man dann wieder auf der Panamericana. Antofagasta ist die zweitgrößte Stadt Chiles und erstreckt sich ungefähr 20 Kilometer entlang des Pazifiks.

16 Kilometer nördlich von Antofagasta liegt das Wahrzeichen der Stadt im Pazifik: La Portada.

Untergebracht sind wir im Ibis Antofagasta, etwas ungünstig gelegen, wenn man kein Auto hat. Man muss dann mit dem Taxi in die Innenstadt fahren.

Was kann man sich ansehen: Im Barrio Historico den Plaza Colon mit einer Nachbildung vom Big Ben, die Fußgängerzone ist brechend voll, es ist kurz vor Weihnachten, im Mercado Central wird Unmengen an Fleisch angeboten, ebenso gibt es dort viele kleine Restaurants und wenn man sich dann draußen ein Bier bestellt, dann bekommt man das Getränk in einer Henkeltasse serviert, damit es keiner sieht.

Alles in allem hat uns die Fahrt schon gefallen, denn den Parque Pan de Azucar und den Nebelwald kann man nur besichtigen, wenn man mit dem Auto fährt. Schade, dass es kurz vorher eine Naturkatastrophe gegeben hat, allerdings ist man davor nie gefeit.

Über unsere Reise habe ich einen ausführlichen Bericht geschrieben:
Live aus Südamerika - 2. Teil - Chile

und einen Kurzbericht unserer gesamten Reise:
Reisebericht Südamerika 2015/2016

Hier nun noch ein Video:

 


Video: Santiago de Chile

On Tour in Südamerika - 2016

Traumpfade in Südamerika gefunden!

Chile - Parinacota

Rio de Janeiro, Chile und Peru - das war unsere Route im 2. Versuch.

Wir haben wieder viel erlebt und es war eine spannende Reise, aber keine Bange, der Fuß blieb dieses Mal heile. ;-) Die ersten Traumpfade und auch ein erstes Video sind schon online. Den Kurz-Reisebericht könnt Ihr hier nachlesen:

Reisebericht Südamerika 2015/2016

Traumpfade in aller Welt,  rund um den Globus
wandern, segeln, fahren, reiten, fliegen, laufen, klettern
mit dem Flugzeug, Motorrad, Bahn, Bus, Fahrrad, Schiff, zu Fuß
Traumpfade einfach erleben!

On Tour in Südamerika - 2015

Traumpfade in Südamerika gefunden!

Uruguay

Argentinien, Brasilien, Uruguay, Chile und die Osterinseln - das war unsere Route, bis mein Fuß unbedingt nach Hause wollte.

Aber wir machen Ende des Jahres weiter. Hier gibt es schon jede Menge Traumpfade. Den Kurz-Reisebericht könnt Ihr hier nachlesen:

Reisebericht Südamerika

Video: Mit dem Schiff von Buenos Aires nach Santiago de Chile

Video - Putre und der Nationalpark Lauca