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Last updateFr, 17 Mai 2019 11pm

Reunion

Traumpfade - La Reunion

La Reunion ist eine kleine Insel  im Indischen Ozean, eingebettet zwischen Mauritius und Madagaskar. Doch sie gehört als Übersee-Departement zu Frankreich und damit zur EU. Das erleichtert die Einreise, es wird französisch gesprochen und man fährt auf der rechten Seite.

Die Insel hat zwei Flughäfen, nahe der Hauptstadt Saint Denis im Norden und einen kleineren Saint Pierre im Südwesten. Wir reisten aus Mauritius an, nur 40 Minuten dauerte der Flug. Da Taxen auf Réunion relativ  teuer sind und die Busverbindungen sehr mager ausfallen, haben wir uns vom ersten Tag an ein Auto gemietet. Das war auch gut so, denn das braucht man unbedingt, will man unabhängig sein. Die meisten Autovermietungen findet man am Flughafen RUN in Saint Denis.

Unsere Unterkunft in St. Joseph im Süden der Insel war ein Traum, Von hier aus haben wir die Insel erkundet. Wir waren Ende Dezember auf Réunion, in der Regenzeit, die bis März andauert.  Ja, es hat manchmal heftig geregnet, wir fanden es aber nicht sehr tragisch. Manchmal gibt es auch Zyklone. Schade ist, dass man so gut wie nicht im Meer baden kann, nur an wenigen geschützten Stellen, einerseits ist die Brandung oft sehr stark, andererseits gibt es die Haie.

Wer jedoch nach Réunion reist, kommt nicht wegen des Badens. Es ist eine wunderschöne Insel mit vielen Möglichkeiten zum Entdecken, zum Wandern und Beobachten. Es gibt viel zu tun. Dafür reicht ein Urlaub ganz gewiss nicht aus.

Die meisten Straßen sind sehr gut ausgebaut, teilweise mit mehrspurigen Fahrbahnen. Nur wenn man abseits in die Berge fährt, dann sieht es anders aus. Kleine teilweise enge Straßen mit vielen Kurven und Kehren lassen, aber oft mit wunderbaren Ausblicken lassen das Herz höher schnellen.

Unsere erste Tour auf Réunion führte uns in die Berge bis nach Cilaos. Der Ort liegt in einem Talkessel auf 1201 m Höhe - Cirque de Cilaos - umgeben von den Bergen Piton des Neiges (3069m) Le Gros Morne (3019 m) und Le Grand Bénare (2898m) wunderschön!

Die  Cascade Langevin erreicht man von Langevin aus. Man fährt immer am Fluss entlang und irgendwann muss man den Wagen stehen lassen und zu Fuß weitergehen. Man sollte sich ein Picknick mitnehmen, denn es gibt viele Stellen, wo man sich hinsetzen, im Fluss baden und natürlich auch den Wasserfall bewundern kann. Hier auf Réunion wird immer überall gepicknickt, so kam es uns jedenfalls vor.

Etwas weiter in Richtung Saint Philippe liegt das Cap méchant, eine schöne Bucht mit Blick auf den wirklich wilden Ozean  Allerdings ist Baden hier strengstens untersagt, wegen der Haie und der Strömung.

Zwischen den Orten Baril und Mare Longue liegt der Jardin des Parfums et Epices. Es gibt geführte Spaziergänge von 1,5 Stunden mit vielen Erklärungen zu den Pflanzen, Gewürzen, Blumen und Bäumen. Wir gehen jedoch alleine umher und staunten nur über die Vielfalt.

Auf Reunion wird Vanille angebaut und geerntet, wer kennt nicht die Bourbon Vanille? Wir haben viel darüber erfahren, nur der Preis treibt einem die Tränen in die Augen, denn günstig ist die echte Vanille nicht.

Am Col de Bébour erwischte uns wieder ein Regenguss, die Fahrt dorthin war wieder richtig schön.

Wer sehen möchte, wo die Lavaströme runtergekommen sind, der sollte die Route des Laves zwischen Ste Rose und Saint Philippe fahren.

Die Fahrt zum Piton Maïdo war leider ein Griff ins Wasser, denn wir kamen nicht weiter, weil ein Weg durch einen Erdrutsch unpassierbar war. Und dieses 30 Kilometer vor dem Ziel! Daher mein Tipp, man nehme besser den Weg von St. Paul aus und versucht es nicht wie wir über Les Avirons und la Tévelave, aber das war bis zur Sperre ein toller Weg. Hinterher haben wir erfahren, dass es öfter Probleme mit der Befahrbarkeit gibt.

Im Südosten liegt der Vieux Port, wenn man dahin will, geht man einen schmalen Naturpfad hinunter, es ist etwas schweißtreibend, lohnt sich aber.

Eine tolle Wanderung ist am Piton de la Fournaise, einer der aktivsten Vulkane der Welt. Ich habe die Wanderung nicht gemacht, da ich etwas angeschlagen war, dafür aber Friedrich. Der Weg dorthin schlängelt sich 30 km auf Serpentinen nach oben, denn der Wanderweg befindet sich auf über 2.300 m. Übrigens die letzten 5 Kilometer zum großen Parkplatz Pas de Bellecombe sind unbefestigt. Von dort beginnt dann der Rundweg um den Krater Dolomieu.  Welchen Weg man gehen darf, das hängt von der Aktivität des Vulkans ab. Es war eine anstrengende Wanderung, Friedrich war ganz schön geschafft, als er am Nachmittag wiederkam, aber es hat sich gelohnt. Bilder und Bericht gibt es in meinem Forum:

Wanderung zum Krater Dolomieu (Piton de la Fournaise)

In Manapany-les Bains gibt es eine geschützte Bucht, da kann man unbesorgt schwimmen, auch die Grande Anse lohnt sich. Es gibt noch viel mehr zu sehen. Auch habe ich viele Vögel fotografieren können, es war nur ein kleiner Teil. Eigentlich müssen wir ganz einfach wiederkommen.

La Réunion hat uns sehr gut gefallen, für Aktiv-Urlauber ideal. Diese Insel ist so ganz anders als Mauritius. Wir haben die Zeit genossen und können La Réunion in jedem Fall empfehlen. Dass wir im weniger touristischem Süden unsere Unterkunft gewählt hatten, das war für uns genau richtig. Wer mehr über unsere Reise erfahren möchte, in meinem Forum habe ich ausführlich darüber berichtet:

Live aus Mauritius und La Réunion 2018

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